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FreeCell-Regeln — das vollständige Regelwerk

FreeCell ist eine klassische Solitär-Variante mit einem einzelnen 52-Karten-Deck. Anders als beim Klondike ist jede Karte von Anfang an sichtbar — es gibt keinen verdeckten Nachziehstapel und keinen Glücksfaktor beim Ziehen. Rund 99 % aller Austeilungen sind mit der richtigen Strategie lösbar, Gewinnen ist also eine Frage der Planung, nicht des Zufalls.

Das Spielfeld

FreeCell hat vier deutlich getrennte Zonen: das Tableau (acht Spalten), vier freie Zellen (Einzelkarten-Plätze oben links) und vier Ablagen (oben rechts, eine pro Farbe). Es gibt keinen Nachziehstapel. Ausgeteilt werden alle 52 Karten offen, reihenweise über die acht Spalten verteilt. Spalten 1–4 bekommen je 7 Karten, Spalten 5–8 je 6 Karten — 7 + 7 + 7 + 7 + 6 + 6 + 6 + 6 = 52. Alle freien Zellen und alle Ablagen sind zu Beginn leer.

Züge auf dem Tableau

Eine Karte kann nur dann oben auf eine Tableau-Spalte gelegt werden, wenn sie einen Wert niedriger als die aktuell oberste Karte ist und eine entgegengesetzte Farbe hat. Eine schwarze 7 kommt also auf eine rote 8, eine rote 5 auf eine schwarze 6 und so weiter. Eine leere Tableau-Spalte nimmt jede Karte auf — anders als beim Klondike, wo leere Spalten nur Königen vorbehalten sind. Das macht leere Spalten zu einer der wertvollsten taktischen Ressourcen des Spiels.

Die freien Zellen

Jede der vier freien Zellen fasst genau eine Karte. Du kannst jede erreichbare Karte in eine leere freie Zelle legen, und jede in einer Zelle geparkte Karte kann wieder zurück aufs Tableau (wenn die Zielregeln erfüllt sind) oder weiter auf eine Ablage (wenn diese Farbe bereit ist, sie aufzunehmen). Freie Zellen sind dein Kurzzeitgedächtnis fürs Spiel. Jede leere Zelle erhöht die Anzahl an Karten, die du in einem einzigen Supermove bewegen kannst — wer alle vier Zellen zugleich belegt, blockiert sich oft selbst.

Supermoves

Du kannst eine Kartenfolge von einer Tableau-Spalte auf eine andere in einer einzigen Aktion verschieben — vorausgesetzt, die Folge ist absteigend mit abwechselnden Farben. Die maximale Folgenlänge wird durch die verfügbaren freien Zellen und leeren Spalten begrenzt, die als temporäre Ablagen dienen: maximale Folge = (1 + leere freie Zellen) × (1 + leere Spalten) bei einem nicht leeren Ziel, oder (1 + leere freie Zellen) × leere Spalten bei einem leeren Ziel. Die Zielspalte selbst zählt dabei nicht als Helfer. Mit allen vier Zellen leer und keiner leeren Spalte liegt das Maximum bei 5 Karten. Wenn du eine Spalte leerst, springt das Maximum auf 10. Die Planung um diese Formel herum ist das Herzstück der FreeCell-Strategie.

Die Ablagen

Jede Ablage startet leer und nimmt jedes beliebige Ass auf. Sobald ein Ass eine Ablage belegt, wird sie innerhalb derselben Farbe nach Wert aufsteigend aufgebaut — 2, 3, 4, bis zum König. Alle vier Ablagen komplett = du hast gewonnen. In manchen FreeCell-Varianten können Karten aus einer Ablage zurück aufs Tableau gezogen werden; die Engine von StillDeck erlaubt das über Rückgängig, aber eine Karte mitten im Spiel aus der Ablage zurückzuholen, ist fast immer ein Fehler — Ablagen sind der Ruhestand der Karten, kein Zwischenstopp.

So unterscheidet sich FreeCell vom Klondike

  • Kein Nachziehstapel und kein Abwurf — jede Karte ist ab dem ersten Zug sichtbar.
  • Vier freie Zellen dienen als temporäre Ablagen; Klondike hat keine.
  • Leere Spalten nehmen jede Karte auf (Klondike nur Könige).
  • Supermoves verschieben ganze Folgen mit einem einzigen Klick.
  • Kein Glück: fast jede Austeilung ist mit dem richtigen Plan lösbar.